
Circular Economy in Heilbronn-Franken: Potenzialstudie veröffentlicht
Circular Economy (CE) entwickelt sich zunehmend zu einem strategischen Erfolgsfaktor für die Automobil- und Zulieferindustrie – auch in der Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken. Im Rahmen des Projekts TRANSFORMOTIVE wurde nun die Potenzialstudie „Circular Economy für die Automobil- und Zulieferindustrie“ veröffentlicht.
Das Projekt TRANSFORMOTIVE wird von der Wirtschaftsförderung Raum Heilbronn GmbH (WFG) gemeinsam mit der Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH verantwortet. Ziel der CE-Potenzialstudie war es, zirkuläre Wertschöpfungsansätze systematisch zu identifizieren, ihren Reifegrad zu bewerten und daraus strategisch nutzbare Handlungsoptionen für Unternehmen sowie regionale Akteure abzuleiten. Erarbeitet wurde die Studie von TIM Consulting in Zusammenarbeit mit dem INEC – Institute for Industrial Ecology der Hochschule Pforzheim. Im Fokus stand die Frage, wie Circular Economy praxisnah und wirtschaftlich sinnvoll in der industriellen Realität – insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen – umgesetzt werden kann.
Martin Schunkert, Projektleiter TRANSFORMOTIVE bei der WFG, betont die besondere Ausgangslage vieler Unternehmen: „Transformation entscheidet sich im Alltag von Unternehmen – nicht in Leitbildern.“ Gerade für KMU bedeute Transformation häufig „steigende Kosten, unsichere Märkte, neue regulatorische Anforderungen und gleichzeitig der Anspruch, wettbewerbsfähig zu bleiben.“ Die Studie setzt genau hier an. Sie versteht Circular Economy nicht als zusätzliche Belastung, sondern als „wirtschaftlichen Ansatz, um Ressourcen effizienter zu nutzen, Abhängigkeiten zu reduzieren und neue Wertschöpfungspotenziale zu erschließen“.
Methodisch basiert die Studie auf einem mehrstufigen, integrierten Forschungsdesign, das quantitative, qualitative und KI-gestützte Analyseansätze kombiniert. Zentrale Grundlage ist eine datengetriebene Unternehmensanalyse von rund 800 Unternehmen der regionalen Automobil- und Zulieferindustrie. Ergänzt wird diese durch eine globale Trend- und Technologieanalyse auf Basis von über 1.300 wissenschaftlichen Publikationen (2015–2025) sowie durch qualitative Expertengespräche mit Vertreterinnen und Vertretern aus Unternehmen und Forschung.
Inhaltlich orientiert sich die Analyse an den etablierten R-Strategien der Circular Economy (Refuse bis Recover) und betrachtet sowohl material- als auch produkt- als auch geschäftsmodellbezogene Kreislaufansätze (vgl. Lang-Koetz et al., 2025; vgl. Woidasky et al., 2024).
Die Ergebnisse bieten Orientierung und konkrete Ansatzpunkte für Unternehmen der Automobil- und Zulieferindustrie in Heilbronn-Franken – als Einladung, Circular Economy strategisch weiterzudenken und aktiv umzusetzen.
Bild: mockups-design.com

M.Sc. Carmen Beisswanger
Senior Consultant bei TIM Consulting
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