11.3.2016 “Interview FOM Hochschule”

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11.03.2016

Das KompetenzCentrum für Technologie- & Innovationsmanagement sieht sich als Bindeglied zwischen Forschung, Lehre und Wirtschaft. In dieser Funktion will es die bundesweite Kompetenz der FOM in diesem Bereich zusammenführen und Innovationsprozesse verbessern. Was das in der Praxis bedeutet und wie die ersten Monate seit der Gründung im November 2015 verlaufen sind, erläutert KCT-Leiter Prof. Dr.-Ing. Thomas Abele im Kurzinterview.

 

Warum ist das Thema Technologie- und Innovationsmanagement aktuell von so großer Bedeutung?

Prof. Dr.-Ing. Abele: Der im Vergleich zu anderen Ländern hohe Lebensstandard in Deutschland lässt sich nur aufrechterhalten, wenn auch Güter und Dienstleistungen mit „mehr Wert“ erzeugt werden. Dabei sind für Innovationen Forschung notwendig. Aktuell sieht es jedoch so aus, dass Deutschland zum Beispiel in Bezug auf die Forschungs- und Entwicklungsausgaben seit vielen Jahren keinen Spitzenplatz mehr einnimmt. Dies lässt zwei Schlussfolgerungen zu: Entweder ist unser Innovationssystem effizienter oder wir riskieren unsere zukünftige Position. Aus meiner Sicht wäre es daher dringend notwendig, einerseits mehr zu investieren und andererseits für die zur Verfügung stehenden Ressourcen eine möglichst optimale Entfaltung zu ermöglichen. Genau aus diesem Grund hat das Thema Technologie- und Innovationsmanagement einen entscheidenden Einfluss auf unsere Wettbewerbsfähigkeit! 

 

Wie will das KCT zur Lösung dieser Herausforderungen beitragen? Oder anders formuliert: Was ist die Zielsetzung des KompetenzCentrums?

Prof. Dr.-Ing. Abele: Das KCT verfolgt unterschiedliche Stoßrichtungen. Unsere Vision „Wir befähigen zur Innovationsexzellenz!“ soll zum Ausdruck bringen, dass wir für Studierende ein optimales Lehrangebot an der Grenze von Wissenschaft und Praxis entwickeln. Zudem möchten wir durch Forschungsprojekte, Veranstaltungen und Events zur Vernetzung von Industrie und Forschung beitragen und einen aktiven Wissenstransfer ermöglichen. Und zu guter Letzt bietet das KompetenzCentrum auch allem Beteiligten eine optimale Umgebung zum fruchtbaren Austausch. Ein Großteil aller Innovationen entsteht im persönlichen Gespräch. An welcher Hochschule finden sich ähnlich viel Dozentinnen und Dozenten, die im Bereich Innovation / Technologie tätig sind?

 

Welche Projekte sind geplant? Bestehen schon Ideen für Kooperationen mit anderen Institutionen oder Unternehmen?

Prof. Dr.-Ing. Abele: In unserem KCT-Team mit ca. 10 „Stammkräften“ haben wir bereits einen Vielzahl von Themen angestoßen und umgesetzt. Dies beginnt mit Beteiligungen an Antragsstellungen auf EU-Ebene bzw. im Rahmen von BMBF-Ausschreibungen über eine Vielzahl von Veröffentlichungen unter anderem im renommierten Springer-Gabler-Verlag bis hin zur Betreuung von Master- und Bachelorarbeiten. Zudem organisieren wir eigene Veranstaltungen wie die Stuttgarter Gespräche oder beteiligen uns an bestehenden Format – zuletzt beispielsweise am IHK-Managementforum in Essen. Ich würde mich freuen, wenn Interessierte über unsere Internetseite einen Einblick in unsere Arbeit gewinnen oder noch besser direkt mit uns Kontakt aufnehmen würden.

 

Werden die FOM Studierenden in die Forschungsarbeit eingebunden? Oder wie profitieren sie von den Erkenntnissen des KCT?

Prof. Dr.-Ing. Abele: Wie bereits erwähnt stehen die Studierenden im Mittelpunkt aller Bemühungen. Da wir fast ausschließlich berufstätige Studierende haben, ist auch die Erwartungshaltung bzgl. aktueller, industrierelevanter Fragestellungen und Lehrinhalte extrem hoch. Darüber hinaus können wir im KCT laufend spannende Master- und Bachelorarbeiten anbieten und eine fundierte Betreuung sicherstellen. Zudem ist es äußerst erfreulich, wie gut auch Zusatzangebote außerhalb des Lehrplans von den Studierenden aufgenommen werden – zum Beispiel die Stuttgarter Gespräche.

 

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Bild: Stuttgarter Zeitung / KCT-Eröffnungsveranstaltung: Prof. Dr.-Ing. Abele (2.v.r.) mit Gastredner Holger Trautmann (l.), Melanie Tondera (Geschäftsleitung FOM Stuttgart) und Prof. Dr. Thomas Heupel (FOM Prorektor Forschung, r.) (Foto: Wilhelm Mierendorf)